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Salesforce & Strategie 12 Min.

Salesforce Lightning vs. Classic: Migration lohnt sich

Arbeitest du in deiner Salesforce-Org noch mit der alten Classic-Oberfläche? Dann gehörst du zu einer immer kleineren Gruppe – denn Salesforce investiert seit Jahren ausschließlich in Lightning Experience, während Classic nur noch auf Sparflamme läuft. Wer den Umstieg weiter aufschiebt, verzichtet auf moderne Funktionen, mehr Produktivität und Zukunftssicherheit. Als freiberuflicher Salesforce-Berater aus Berlin zeige ich dir die Unterschiede zwischen Salesforce Lightning und Salesforce Classic und wie du die Migration sauber planst.

Classic vs. Lightning: Wo stehen wir heute?

Salesforce Classic ist die ursprüngliche Benutzeroberfläche der Plattform – funktional, aber technisch in die Jahre gekommen. Salesforce Lightning (offiziell Lightning Experience) wurde 2015 eingeführt und ist seitdem die strategische Zukunft des Produkts. Das ist keine reine Geschmacksfrage: Salesforce hat klar kommuniziert, dass alle Neuentwicklungen ausschließlich in Lightning stattfinden.

Konkret heißt das: Classic erhält keine neuen Features mehr und befindet sich im Wartungsmodus. Viele moderne Funktionen, Erweiterungen aus dem AppExchange und KI-gestützte Features wie Einstein sind in Classic gar nicht oder nur eingeschränkt verfügbar. Salesforce aktiviert für neue Nutzer in vielen Orgs Lightning sogar automatisch. Wer heute noch ausschließlich Classic nutzt, arbeitet faktisch mit einer Sackgasse.

Die Frage ist deshalb längst nicht mehr "ob", sondern "wann und wie" du die Lightning Migration angehst. Und je länger du wartest, desto größer wird die Lücke zwischen dem, was deine Org kann, und dem, was möglich wäre.

Die wichtigsten Vorteile von Lightning Experience

Der Umstieg ist mehr als ein optischer Refresh. Lightning bringt handfeste Verbesserungen, die sich im Arbeitsalltag bemerkbar machen:

  • Moderne, aufgeräumte Oberfläche: Übersichtlichere Datensätze, kontextbezogene Aktionen und eine deutlich angenehmere Bedienung.
  • Produktivere Arbeitsabläufe: Funktionen wie der Kanban-Board-Blick auf die Pipeline, Inline-Bearbeitung und der aktivitätsbasierte Workspace beschleunigen die tägliche Arbeit.
  • Bessere Dashboards und Berichte: Lightning bietet leistungsfähigere und optisch ansprechendere Auswertungen.
  • Zugang zu Einstein und KI: Funktionen wie Lead-Scoring und Prognosen stehen nur in Lightning zur Verfügung.
  • Lightning App Builder: Seiten lassen sich per Drag-and-drop ohne Programmierung individuell zusammenstellen.
  • Mobile-First: Lightning ist von Grund auf für die mobile Nutzung ausgelegt.

Für die meisten Unternehmen bedeutet das messbar weniger Klicks pro Vorgang und damit Zeitersparnis – ein Effekt, der sich bei vielen Nutzern schnell summiert.

Praxis-Tipp: Lass deine Vertriebsmitarbeiter den Kanban-Board-Blick auf die Opportunity-Pipeline ausprobieren. Diese eine Funktion überzeugt erfahrungsgemäß selbst hartnäckige Classic-Anhänger schneller als jede Präsentation – weil der Nutzen sofort sichtbar ist.

Was du vor der Migration prüfen musst

Eine Salesforce Migration ist kein Knopfdruck. Zwar lässt sich Lightning grundsätzlich mit einem Klick aktivieren, doch eine durchdachte Vorbereitung entscheidet darüber, ob der Umstieg reibungslos läuft oder zum Frusterlebnis wird. Diese Punkte solltest du im Vorfeld klären:

Kompatibilität von Anpassungen

Viele über die Jahre gewachsene Orgs enthalten individuelle Anpassungen. Besonders kritisch sind sogenannte JavaScript-Buttons und veralteter Code, die in Lightning nicht mehr funktionieren und ersetzt werden müssen. Auch S-Controls und bestimmte Visualforce-Seiten brauchen eine genaue Prüfung.

Eingesetzte AppExchange-Apps

Prüfe, ob alle installierten Erweiterungen Lightning-fähig sind. Die meisten gängigen Apps sind es längst, aber bei älteren oder selten gepflegten Tools lohnt ein genauer Blick.

Funktionslücken identifizieren

Einige wenige Spezialfunktionen verhalten sich in Lightning anders oder fehlen. Identifiziere früh, ob davon für dich relevante Abläufe betroffen sind, damit es später keine bösen Überraschungen gibt.

Der Lightning Readiness Check

Salesforce stellt dir ein kostenloses Werkzeug zur Verfügung, das dir die Vorbereitung enorm erleichtert: den Lightning Experience Readiness Check. Dieser analysiert deine Org automatisch und erstellt einen detaillierten Bericht darüber, was bereits Lightning-ready ist und wo Anpassungsbedarf besteht.

Der Bericht ist dein wichtigster Ausgangspunkt für die Planung der Lightning Migration. Er zeigt dir unter anderem, welche JavaScript-Buttons ersetzt werden müssen, welche Berichte und Features betroffen sind und wie hoch der ungefähre Aufwand ausfällt. Damit lässt sich die Migration realistisch kalkulieren, statt ins Blaue zu starten.

Praxis-Tipp: Führe den Readiness Check ganz am Anfang durch und nutze seinen Bericht als Projektgrundlage. Er verwandelt das diffuse Gefühl "das wird bestimmt kompliziert" in eine konkrete, abarbeitbare Liste – und macht den Aufwand für alle Beteiligten transparent.

So planst du die Migration Schritt für Schritt

Eine erfolgreiche Salesforce Migration läuft strukturiert ab. Bewährt hat sich dieses Vorgehen:

Schritt 1: Analyse und Readiness Check

Verschaffe dir mit dem Readiness Check einen Überblick über den Ist-Zustand und den Anpassungsbedarf deiner Org.

Schritt 2: Anpassungen überarbeiten

Ersetze inkompatible Elemente – etwa JavaScript-Buttons durch Lightning-Komponenten oder Flows – und teste sie in einer Sandbox.

Schritt 3: Lightning-Seiten gestalten

Nutze den Lightning App Builder, um die wichtigsten Datensatzseiten optimal aufzubauen. Hier kannst du Layouts deutlich nutzerfreundlicher gestalten als in Classic.

Schritt 4: In einer Sandbox testen

Aktiviere Lightning zunächst in einer Sandbox oder für eine kleine Pilotgruppe, um Abläufe gründlich durchzuspielen, bevor alle umsteigen.

Schritt 5: Rollout und Schulung

Rolle Lightning für die Anwender aus – idealerweise in Wellen – und begleite den Umstieg mit gezielten Schulungen.

Den Faktor Mensch nicht unterschätzen

Der häufigste Grund, warum eine technisch saubere Migration trotzdem scheitert, ist Widerstand der Anwender. Menschen mögen keine Veränderung, vor allem nicht bei Werkzeugen, die sie täglich nutzen. "Bei Classic wusste ich, wo alles ist" – diesen Satz höre ich oft.

Begegne dem mit guter Kommunikation und Schulung. Erkläre nicht nur, dass umgestellt wird, sondern warum – und vor allem, welche konkreten Vorteile die Mitarbeiter selbst davon haben. Hol dir Key-User aus den Teams ins Boot, die als Multiplikatoren wirken. Ein guter Change-Management-Ansatz ist beim Umstieg auf Lightning Experience oft wichtiger als die rein technische Umsetzung.

Häufige Fehler bei der Lightning Migration

Aus zahlreichen Projekten kenne ich die typischen Stolperfallen, die du vermeiden solltest:

  • Ohne Readiness Check starten: Wer einfach umschaltet, erlebt böse Überraschungen bei kaputten Buttons und Funktionen.
  • Classic 1:1 nachbauen: Lightning bietet bessere Möglichkeiten – die Migration ist die Chance, Prozesse zu verbessern, nicht alte Layouts zu kopieren.
  • Schulung vergessen: Ohne Begleitung empfinden Nutzer die neue Oberfläche als Verschlechterung.
  • Kein Test in der Sandbox: Direkt in der Produktivumgebung umzustellen ist riskant.
  • Migration auf die lange Bank schieben: Je länger du wartest, desto größer wird der technische Rückstand.

Fazit: Der Umstieg auf Lightning lohnt sich

Die Entscheidung zwischen Salesforce Lightning und Salesforce Classic ist eigentlich keine mehr. Classic ist eingefroren, Lightning ist die Zukunft – mit moderner Oberfläche, mehr Produktivität, Zugang zu KI-Funktionen und kontinuierlicher Weiterentwicklung. Wer weiter auf Classic setzt, verschenkt Potenzial und schiebt eine Migration vor sich her, die ohnehin kommen muss.

Mit dem richtigen Vorgehen – Readiness Check, sorgfältiger Vorbereitung der Anpassungen, Tests in der Sandbox und einem durchdachten Rollout samt Schulung – wird die Lightning Migration zu einem überschaubaren Projekt mit großem Nutzen. Wenn du den Umstieg planen oder eine bestehende Org fit für Lightning machen willst, unterstütze ich dich gern dabei – von der ersten Analyse bis zum erfolgreichen Go-live.

Bereit für den Umstieg auf Lightning?

Lass uns in einem kostenlosen Erstgespräch deine Salesforce-Org anschauen und den Migrationsaufwand realistisch einschätzen. Ich begleite dich von der Analyse bis zum reibungslosen Go-live auf Lightning Experience.

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